Die Asanas


Bei der Ausübung der Asanas oder Körperhaltungen wird große Achtsamkeit auf die korrekte Ausrichtung des Körpers, das  „Alignement“ unter präzisen anatomischen Details gelegt.

 

Mit fortschreitendem Üben wird Kraft und Ausdauer aufgebaut, so dass der Schüler längere Zeit in den einzelnen Asanas verweilen kann, um die innere Wahrnehmung in den Haltungen zu vertiefen.

Wir unterscheiden zwischen den Hauptgruppen Stehhaltungen, Sitzhaltungen, Vorwärtsstreckungen, Drehungen, Rückwärtsstreckungen und Umkehrhaltungen.

 

Jede Haltungsgruppe hat eine unterschiedliche Wirkung auf das körperliche Wohlbefinden, die Muskeln und die Organe. Ihre Kombination führt zu einem energetischen Gleichgewicht im Körper.

In den „Sequenzen“ wird durch eine bestimmte Abfolge der Haltungen Anspannung und Entspannung so kombiniert, dass der Schüler die „Sequenz“ körperlich und erfrischt und mit ruhigen Geist beendet.

 

Die eingesetzten Hilfsmittel, „Props“ genannt, erlauben dem Schüler auch schwierige Asanas einzunehmen und sich trotzdem korrekt auszurichten.


Einige Beispiele zu den Asanas und ihren Wirkungen


Aus der Gruppe der Steh-Haltungen:

Utthita Trikonasana

"Das gleichschenklige Dreieck"


Wirkung: Hilft bei Gastritis, Verdauungsstörungen, Übersäuerung und Blähungen, verbessert die Beweglichkeit der Wirbelsäule, lindert Rückenschmerzen, korrigiert die Schulterausrichtung, hilft bei Nackenschmerzen, stärkt den Beckenbereich, stärkt die Fußknöchel und lindert Menstruationssprobleme.


Aus der Gruppe der Sitz-Haltungen:

Virasana

"Sitzender Held"


Wirkung: Hilft bei Gastritis, Verdauungsstörungen, Übersäuerung und Blähungen, verbessert die Beweglichkeit der Wirbelsäule, lindert Rückenschmerzen, korrigiert die Schulterausrichtung, hilft bei Nackenschmerzen, stärkt den Beckenbereich, stärkt die Fußknöchel und lindert Menstruationsprobleme.


Aus der Gruppe der Vorwärts-Streckungen:

Paschimottanasana

"Streckung der Körperrückseite"


Wirkung: Beruhigt und massiert das Herz und die Drüsen der Nebennieren, stärkt Nieren, Blase und Bauchspeicheldrüse, aktiviert Leber und Verdauung, regt die Eileiter, Gebärmutter und alle Fortpflanzungsorgane an.


Aus der Gruppe der Dreh-Haltungen:

Bharadvajasana

"Seitliche Rumpfstreckung"


Wirkung: Lindert Schmerzen im Nacken und den Schultern und am Rücken, sowie Beschwerden an Lendenwirbelsäule wie Steifheit, Verstauchung und Bandscheibenverschiebungen, lindert Beschwerden an der Brustwirbelsäule, steigert die Beweglichkeit des Rückens und der Hüfte.


Aus der Gruppe der Rückwärts-Streckungen:

Ushtrasana

"Kamelhaltung"


Wirkung: Verbessert die Körperhaltung und die Durchblutung aller Organe, erhöht das Lungenvolumen, stärkt die Muskulatur des Rückens und der Wirbelsäule, löst Verspannungen in Schultern, Rücken und Fußgelenken, lindert Unterleibskrämpfe und reguliert die Monatsblutung.


Aus der Gruppe der Umkehrhaltungen:

Salamba-Savarangasana


Wirkung unter anderem: Senkt hohen Blutdruck, hilft bei Schlaflosigkeit und beruhigt, die Nerven. Verbessert die Funktion der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, lindert Atemnot und Herzklopfen sowie Harnwegbeschwerden, Krämpfe während der Menstruation und reguliert bei regelmäßigem Üben die Monatsblutung, fördert die Verdauung und lindert Entzündungen des Dickdarms, unterstützt die Behandlung von Erkältungen und Nasennebenhöhlen.


Yoga kennt kein Alter



 

Wenn Sie noch mehr über die Wirkung der einzelnen Asanas erfahren möchten, hier einige Buchtipps:

  • „Licht auf Yoga“ B.K.S.Iyengar
  • „Yoga für die Frau“, Geeta Iyengar
  • „Yoga der Weg zur Gesundheit“ B.K.S. Iyengar